Es ist ein ganz besonderes Jahr.
Ein Jahr der Extreme. Ein Jahr des Schreckens, der Angst, der Machtlosigkeit.
Unbekanntes bedroht unsere bis vor kurzem noch so heile Welt.

Unbekannte Wesen die uns töten können versetzen die ganze Welt in Angst und Panik.
Fotos von Leichenbergen, übereinander gestapelten Särgen, überfüllten Krankenhäusern und Menschen in Schutzanzügen, die fast futuristisch wie in einem Science-Fiction-Film mit ernster Miene an kranke Menschen herantreten.
Ein Flüstern in Gängen, wo vorher Lachen und Lärmen war.
Ein Wechseln auf die andere Seite des Hausflurs, um ja Nähe zu vermeiden.
Auf die andere Straßenseite gehen, wenn zu viele Menschen uns begegnen könnten.
Vielleicht ist ja einer der Träger dieses Wesens. Vielleicht bin ich es dann auch. Werde krank, sehr krank. Vielleicht ist dann mein Leben zu Ende.
Grenzschranken und Mauern verhindern, dass die Wesen aus dem Nachbarland zu uns kommen.
Wir bleiben in unseren eigenen vier Wänden. In Sicherheit. Damit die Wesen aus der Nachbarwohnung nicht zu uns kommen.
Falls doch müssten sie erst die Barriere aus Desinfektionsmitteln und Gesichtsschutz überwinden. Und die Fragen nach den Unternehmungen der vergangenen Tage. Den gefährlichen Personen und Orten.

Angst ist ein schlechter Begleiter. Nicht nur weil Angst erwiesenermaßen schon krank macht. Angst stresst unseren Körper. Ein gestresster Körper wird schneller krank. Weiß jeder. Vergisst gerade jeder.
Angst lähmt uns. Lässt und nicht mehr denken. Lässt unser Gehirn nur mehr reagieren und nicht agieren.
Reagieren ist gut in vielen Situationen und sichert unser Überleben. Doch alleiniges stereotypes Befolgen ohne Selbstverantwortung lässt uns verharren und erstarren. Lässt Stillstand über uns hereinbrechen.
Was wir jedoch brauchen ist ein Fortkommen. Ein Weiterentwickeln. Um klüger zu sein wie diese Wesen. Um den Kampf mit ihnen zu gewinnen und unsere Intelligenz über den reinen Überlebensmechanismus dieser Wesen zu stellen.

In einem Fantasy-Film mit Zukunftsversion im Jahre 2463 würde der Held kommen. Ein Held in der schimmernden Rüstung eines Schutzanzuges würde statt des Schwertes eine goldene Phiole mit rettender Flüssigkeit in den Händen schwingen und so die Menschheit retten.
Viele wären gestorben und nur einige Überlebende würden eine neue – und bessere -Welt aufbauen. So weit, so filmreif.

Wirklich? Fast scheint es manches Mal, als hätten die Filmemacher der Science-Fiction-Filme hellseherische Fähigkeiten.
Oder sie sehen einfach klarer, was die Menschen mit ihrem Verhalten bewirken und malen sich die möglichen Folgen aus.

Vielleicht ist es nun an der Zeit, dass jeder Einzelne eine Zukunftsvision auf der Basis des nun passierenden sich erlaubt.
Was geschieht gerade?
Was geschieht den wirklich gerade?
Wenn man möchte, dass Dinge sich verändern, dann sollte man vielleicht schon im Vorfeld andere Wege einschlagen.
Immer das gleiche zu tun, wird immer das gleiche bewirken.

Das erzwungene Verharren und die vorgeschriebene Einschränkung fast jeglichen Tuns setzt aber auch – und das ganz sicher – ungeahnte Ressourcen frei.
Wann hatten wir schon die Möglichkeit, auch einmal die Gedanken fließen zu lassen.
Einmal sitzen. Weil – man kann ja sowieso den üblichen Freizeitgestaltungen nicht nachgehen.
Einmal die Gedanken auf schwingenden Flügeln herumflattern lassen.
Was ist mir wichtig? Was kann ich tun? Was will ich weiter, …?

Kann ich einen Beitrag leisten, um in Zukunft diese Wesen von unserem Planeten zu verbannen. Oder sie in ihr eigenes Zuhause schicken.
Wesen und wir. Jeder in seinem Bereich. Jeder in seinem Leben, mit den eigenen Ressourcen und Lebensquellen.
Geht das? Vielleicht kann ja ich, mein Umfeld, meine Ideen und Taten etwas dazu beitragen?

Es gab immer wieder einen klugen Kopf der schier unmögliches zustande brachte.
Sonst hätten wir keinen elektrischen Strom und keine technischen Kommunikationsmittel.

Wir Menschen haben ein Gehirn bekommen, welches uns erlaubt zu denken. Ein Geschenk unglaublicher Art.
Jeden Tag aufs neue. Unser Gehirn erlaubt uns, uns zu entscheiden. Jeden Tag aufs neue.
Wir können uns entscheiden für die Guten oder die Bösen. Für das Gute oder das Böse.
Das Böse ist vielleicht vielfältig. Das Gute ist es ganz sicher mindestens genauso.

Was kann ich an Gutem tun für die Welt, damit Gutes zu mir und den Menschen kommt.
Es beginnt sehr oft mit etwas Kleinem. Dem berühmten Sandkorn.
Das Kleine wird zu etwas Großem und zu etwas Großartigem.
Gutes im Kleinen zu tun um Gutes und Groß-artiges zu erhalten.
Kleine Freuden zu leben um große Freuden zu erhalten.
Für uns selbst und für die Welt.

Vielleicht ist dies ein Apell. Zumindest ein inniger Wunsch.
Das Leben ist Freude. Nicht immer durchgehend aber immer wieder dazwischen.
Nehmen wir uns diese Freude-Zeiten und lassen sie groß werden.
Das Leben ist auch Selbstinitiative, ist Gedankenfreiheit. Das haben wir schon und das brauchen wir nur noch zu leben.
Für die Lebensfreude und das Großartige auf der Welt!
Auf geht´s!