Es war einmal ein junger Mann aus einem kleinen Dorf, der zog aus um das Glück zu finden.
Man sagte ihm, er solle das tun. Es sei gut für ihn.

Doch er wusste nicht, was das sein sollte. Glück.
Niemand konnte es ihn erklären, da niemand es wusste.
Doch jeder dachte, wenn er es findet, dann kann er es zu uns bringen. Es dem gesamten Dorf erklären.

Der junge Mann war ein tapferer junger Mann und er wollte das Beste für sein Dorf.
Also zog er los und dachte sich: „Wenn ich nur weit genug gehe und wenn ich nur mutig genug bin, dann werde ich es schon finden, das G.L.Ü.C.K.“

Er ging viele Tage und Nächte durch unbekanntes Gebiet. Dunkle Wälder säumten seinen Weg. Wilde Tiere waren darin, doch sie witterten ihn nicht. Sein innerer Wegweiser ließ ihn die richtigen Wege finden, die sicheren Höhlen entdecken. Er vertraute in seinen inneren Führer und kam unversehrt aus den dunklen Wäldern auf eine helle Lichtung. Er war froh darüber – war sich seines G.l.ü.c.k.e.s nicht bewusst.

Viele Tage irrte er herum in einer Landschaft ohne einer Ansiedlung. Keine Menschen. Aber auch keine Nahrung für ihn. Schon lange war aufgegessen was er an Proviant mitgenommen hatte.
Durch Zufall fand er eine abgelegene Kate. Die freundlichen Bewohner wiesen ihm den Weg ins Dorf. Nicht ohne ihn mit Essen und Wasser versorgt zu haben. Er war g.l.ü.c.k.l.i.c.h, dem Hunger entronnen zu sein.
Und dankbar für die freundliche Aufnahme der Dorfbewohner. Er blieb eine Weile in dem Dorf. Die Dorfbewohner führten ein beschauliches und zufriedenes Leben. Keiner litt Hunger oder Durst, ein harmonisches Miteinander begleitete alle Tage.
Aber auch hier konnte ihm keiner erklären was G.l.ü.c.k  sein sollte.

Weitere Wochen zogen ins Land. Er lernte viel über die Natur und ihre Begleiter. Achtsam hörte er auf Wind und Wetter, auf den Ruf der Vögel und den Lauf der Tiere. So lernte er Veränderungen des Wetters zu erkennen, Hochwasser und Trockenheit rechtzeitig zu umgehen. So kam er g.l.ü.c.k.l.i.c.h.e.r.w.e.i.s.e ungeschoren zu einem wunderschönen See.

Er beschloss hier einige Tage zu verweilen.
Es wäre dies ein Märchen nicht, wenn nicht ein weiser alter Mann plötzlich erscheinen würde.
Der Junge war müde, unendlich müde. Dennoch schenkte er dem alten Mann seine ganze Aufmerksamkeit. „Was suchst du“? fragte der Mann. Ich suche das G.l.ü.c.k sagte der Junge. Ich weiß nicht was das sein soll und auch niemand in meinem Dorf weiß es. Auch die Menschen denen ich bisher begegnete konnten es mir nennen. Weißt du es?

Ich weiß es, sagte der alte Mann. Doch ich bin ganz sicher, dass du es selbst herausfinden wirst. Er sprach noch eine ganze Weile mit dem Jungen. Erzählte ihm von Dingen, Menschen und Orten, Begebenheiten, die so wunderlich waren, dass der Junge nur staunen konnte.
Mit leuchtenden, g.ü.c.k.s.e.e.l.i.g.e.n Augen schaute er den alten, weisen Mann an. Und war traurig, als dieser sich verabschiedete. Und so plötzlich verschwand, wie er gekommen war.

Der Junge beschloss, wieder nach Hause zu ziehen. Er überwand wiederum alle Hindernisse und kehrte zurück. Er war g.l.ü.c.k.l.i.c.h, wieder in die Sicherheit und Geborgenheit seines Heimatdorfes zu sein.

Er berichtete von seinen Erlebnissen.
Von den Dingen, die ihm begegnet waren. All das war das G.l.ü.c.k. Doch es zu benennen gab es viele Worte und noch viel mehr Gefühle.
Glück ist Zufriedenheit, mit dem was ist.
Es ist innere Weisheit und Intuition, als innere Führung die dich lenkt und beschützt.
Es ist das Vertrauen in dich selbst und der Mut zum Aufbruch.
Die Dankbarkeit für das was man erlebt und das Staunen über das was man nicht kennt.
Es ist Sicherheit und Geborgenheit – in Familie, Freundschaft und einem sicheren und harmonischen Leben.
Somit kann jeder das G.l.ü.c.k finden.
In sich und um sich.